Foto: Kapfenberger SV
Vom Regionalliga-Tormann zurück in den Profifußball
Was für eine Zeit liegt hinter uns: Vom Regionalliga-Tormann über einen Kreuzbandriss zurück nach Kapfenberg in die 2. Liga. Ein riesiger Erfolg für Mario Zocher.
Gegen Ende 2024 kam Mario zu mir und ab da arbeiteten wir intensiv zusammen. Sein Ziel war von Anfang an klar: Er möchte von der Regionalliga wieder höher spielen. Talent hat er jedenfalls, dazu sehr gute körperliche Voraussetzungen.
Wir arbeiteten gezielt an den konditionellen Fähigkeiten, die für einen Fußball-Tormann notwendig sind. Wir bauten Muskulatur auf, erhöhten die Kraft, und arbeiteten an seiner Schnelligkeit. Mario wurde kräftiger, stabiler – und vor allem schneller.
Kreuzbandriss beim FC Marchfeld
Leider verletzte sich Mario dann – noch als Tormann des FC Marchfeld – schwer am Knie. Kreuzbandriss (vorderes Kreuzband).
Verletzungen kommen nie gelegen, aber dieser Zeitpunkt war wohl wirklich der ungünstigste. Kurz vor Saisonende, mit dem klaren Ziel, den nächsten Schritt nach oben zu gehen.
Vereinslos, aber zielstrebig
Kein Grund für Mario aufzugeben. Und genau diese Einstellung gefiel mir ohnehin: Kämpfen!
Mario wurde zeitnah operiert und das Thema Return to Sport im Fußball stand sofort auf dem Programm. Direkt ab in die Physiotherapie bei Jan Lindmeier (Team Sporttherapie) und parallel weiter Athletiktraining für Fußball-Tormänner mit mir. Wir bauten seine Muskulatur wieder auf, beseitigten Dysbalancen und planten die Rückkehr mit sauberem Load-Management.
Genug machen, um Fortschritte zu erzielen – aber den Körper nie überlasten.
Gegen Ende des Jahres ging es dann zurück auf den Platz. Einerseits mit privatem Tormanntraining – Danke an dieser Stelle an Gundi – andererseits mit gezieltem Sprinttraining bei mir. Denn klar ist: Kraft hilft, schneller zu werden, aber den spezifischen Übertrag bekommt man nur durchs Sprinten selbst. Auch hier ist Vorsicht angesagt: Denn die Belastung beim Sprinten ist sehr spezifisch und auch an diese musste er wieder langsam herangeführt werden. Einfach ballern ist nicht.
Die letzte Testung bei seinem Physiotherapeuten überzeugte. Kaum bis keine Dysbalancen bei Sprüngen, Quadriceps und Hamstrings.
Kapfenberger SV gibt Mario Zocher eine Chance
Im Jänner bekam Mario seine Chance: Er durfte beim Kapfenberger SV (KSV) – einem etablierten Verein im österreichischen Profifußball – mittrainieren.
Er überzeugte und ist seit 06.02.2026 offiziell Spieler des Vereins.
Ich wünsche ihm alles Gute und es freut mich riesig, dass wir unser Ziel erreichen konnten. Es war eine verdammt intensive Vorbereitung für diesen Moment, aber sie hat sich gelohnt.
Ihr werdet sehen, welches Tormann-Juwel Kapfenberg da verpflichtet hat.
Hau rein, Mario!
